4. Frage

Welche gesellschaftliche Leitkultur wollen wir verteidigen?

In keinem anderen politischen Bereich wurden die notwendigen Entscheidungen derart lange verschleppt, wie in der Integrations- und Zuwanderungspolitik.

Bis heute wird die existenzielle Frage über Zusammensetzung und kulturelle Identität des Staatsvolkes nicht rational debattiert, sondern tabuisiert.

Die Generosität, mit der jedwede Zuwanderung durch die deutschen Eliten begrüßt und auf Assimilation verzichtet wird, geschieht vornehmlich zu Lasten der unteren sozialen Schichten, die sich zu Recht ihrer Lebenswelt entfremdet fühlen. Während die Elite in ihren Bungalows im „Rotweingürtel“ in den Städten sich so gar nicht von „Multikulti“ bedrängt fühlen muss, werden die unteren Schichten täglich von dieser „bereichert“, bedrängt und ihrer angestammten Lebenswirklichkeit entfremdet.

Über die Entstehung von Parallelgesellschaften hat man bis jetzt hinweg gesehen.

Deutschland muss darauf bestehen, dass alle Einwanderer unsere Werte, Bräuche, Rechts- und Moralvorstellungen, sowie das kulturelle Erbe der Aufnahmegesellschaft für sich annehmen und auch leben wollen. Die entscheidende Voraussetzung für Einwanderung ist deshalb, dass die Aufnahmegesellschaft sich selbstvergewissernd mit ihrer aufgewachsenen Leitkultur beschäftigt, diese formuliert und verinnerlicht.

Deutschland kann von seinen Einwanderern und ihren Nachgeborenen eine bewusste Entscheidung für die Übernahme der neuen – unserer – kulturellen Identität verlangen. Keinesfalls darf geduldet werden, dass Einwanderer unsere Kultur (Werte) ablehnen und ihre Ursprungskultur als überlegen betrachten.

Die Politik hat bisher weder die Notwendigkeit, noch die Dringlichkeit dieser existenziellen Grundsatzfrage realisiert. Sie verliert sich in Scheindebatten und riskiert so die Zukunftsfähigkeit gerade der offenen Gesellschaft.
Deutschland ist hier auf einem falschen Weg.